Across Canada in 12 Weeks

Oder: Kam Jules Verne bis Halifax?

4. Oktober 2013
von Martin Zencke
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Ziegen auf dem Dach und ein Postschiff im Nebel

Nach dem Besuch im Museum brachen wir von Campbell River aus auf in Richtung Port Alberni; unterwegs machten wir aber noch einen Abstecher nach Coombs, wo wir (ebenfalls aufgrund eines Tips von Jürgen, siehe voriger Beitrag) einen Bauernmarkt mit einem ausgefallenen Namen aufsuchten. Er heißt „Goats on Roof“, und tatsächlich weiden dort die Ziegen auf dem grasbewachsenen Dach:

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Am frühen Abend erreichten wir Port Alberni und nutzten die Abendstunden im Hotel, um unser Gepäck umzuorganisieren, denn ein Teil sollte im Kofferraum bleiben und der Rest sollte mit aufs Schiff: Port Alberni sollte nämlich nur eine Durchgangstation sein auf dem Weg nach Bamfield. Diesen kleinen Ort an der Pazifikküste wollten wir gerne kennenlernen, weil er nicht so touristisch überlaufen ist wie etwa Tofino, das wir ja später auch noch ansteuern wollten.

Bamfield ist nämlich nicht an das normale Straßennetz angeschlossen – man kann es nur per Wasserflugzeug, zu Fuß über den West Coast Trail (77 km, 8 Tage Minimum!), mit dem Postschiff oder über eine ca. 90 km lange Schotterpiste erreichen. Letztes erschien uns nicht ratsam, zumal mit einem Mietwagen, und daher hatten wir schon im Voraus die Passage mit dem Postschiff gebucht. Dieses steuert aber nur dreimal wöchentlich Bamfield an, und um es zu erreichen muss man sich bereits morgens um 7:30 Uhr am Quai im Hafen von Port Alberni einfinden. Am 5. September war also frühes Aufstehen mal wieder angesagt.

Dank Weckruf und Taxi trafen wir auch tatsächlich rechtzeitig im Hafen ein und gingen bei dichtem Nebel an Bord.

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Sehr faszinierend war es nun zu erleben, wie das Schiff sich langsam durch den fjordartigen Alberni Inlet bewegte, während der Nebel sich nach und nach auflöste und den Blick auf den Fjord und die umliegenden Berge und Inseln freigab.

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Auf dem Weg nach Bamfield wurden noch drei Siedlungen ansteuert; teils wurden dort nur einige Pakete abgeworfen, teils aber auch größere Mengen abgeladen und auch neue Ladung aufgenommen, wie hier in Kildonan.

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Am späten Vormittag schließlich hatte sich der Nebel vollständig aufgelöst, und zugleich weitete sich der Inlet und gab die Sicht frei auf eine verwinkelte Insellandschaft, und dazwischen auch auf den offenen Pazifik.

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Kurz nach 12 Uhr, mit nur wenig Verspätung, erreichten wir Bamfield.

(wird gegebenenfalls noch ergänzt)

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2. Oktober 2013
von Christa Zencke
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Campbell River – Orkas, Delfine und ‚Hidden Harbour‘

Am 2. September verließen wir die Sunshine Coast mit der Fähre von Powell River aus Richtung Comox auf Vancouver Island.

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Nach der Ankunft hatten wir ca. 80 km Fahrt, bis wir in Campbell River unser B&B errreichten. Das ‚Hidden Harbour‘ von Jürgen und Inge beherbergte und verwöhnte uns bis zum 4. September.

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Beim hervorragenden Frühstück blieben wirklich keine Wünsche offen.
Den Tipps und Empfehlungen von Jürgen, weit über die Grenzen Campbell Rivers hinaus, verdanken wir etliche Highlights der nächsten Tage.
Zum Beispiel eine halbtägige ‚Whale watching tour‘ mit Bus und Schiff in der Georgia Street, dem Inselgebiet zwischen Vancouver Island und dem Festland.
Wir sahen etliche Orka-Verbände von weitem.
Das Schönste für mich aber waren die Begegnungen mit Delfinschulen, die das Schiff eine Weile begleiteten und spielten.

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Ein Besuch im Museum von Campbell River am Abfahrtstag brachte uns die Geschichte der hier lebenden First Nations Gruppen

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2. Oktober 2013
von Martin Zencke
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Lund und Savary Island: eine Insel am Tag nach Saisonende und ein Solo auf dem Dudelsack

Samstag, 31. August: Wir verliessen Egmont schweren Herzens, denn wie vieles hätten wir hier gerne noch unternommen! Erneut stand eine Fährüberfahrt an, diesmal von Earls Cove über die Saltery Bay zum nördlichen Teil der Sunshine Coast. Dort fuhren wir weiter über Powell River bis nach Lund, dem nördlichsten Ziel unserer Reise. Lund wurde im späten 19. Jahrhundert von zwei schwedischen Brüdern gegründet und war bis 1954 nur per Schiff erreichbar. Seitdem ist es der nördlichste Punkt einer ununterbrochenen Straßenverbindung entlang der Pazifik-Küste, die bis nach Chile hinunter reicht. Hier nun hatten wir zwei Übernachtungen im Historic Lund Hotel, das schon von den besagten Schweden gegründet wurde und das angeblich das älteste Hotel nördlich von Vancouver sein soll. Mit einem malerischen Sonnenuntergang wurden wir auch noch beschenkt!

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Am nächsten Tag, dem 1. September, hatten wir genug vom Autofahren und entschieden uns daher für eine Fahrt mit dem Water Taxi hinüber nach Savary Island, wo es, wie man uns versicherte, einen Fahrradverleih sowie mehrere Sandstrände gibt (siehe auch hier). Nun, tatsächlich konnten wir Fahrräder ausleihen und fanden auch malerische Strände; wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass auf dieser Insel die Saison exakt am 31. August endet und daher fast alle Cafés, Restaurants und sonstigen Lokale geschlossen hatten; das einzige Lokal, das noch offen war, lag direkt neben dem Fahrradverleih! So kam es, dass wir dort nach drei Stunden Inselrundfahrt ziemlich müde und hungrig eintrafen.

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Am Abend, nach der Rückfahrt mit dem Water Taxi, kehrten wir dann noch ein im Boardwalk Restaurant in Lund, wo wir vorzügliche Fish ‚n Chips bekamen; und akustisch wurde der Abend noch illustriert durch eine Dame, die mit ihrem Dudelsack auf ihre Veranda trat und von dort aus nicht nur uns, sondern die ganze Bucht mit schottischen Melodien erfreute – und dies tut sie wohl allabendlich etwa 20 Minuten lang.

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Anmerkung: Dies ist die Kurzfassung des Beitrags;
ich habe vor, sie demnächst noch durch weitere Details und Fotos ergänzen.

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30. September 2013
von Martin Zencke
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Egmont: Luxus in der Wildnis und erste Schritte im Regenwald

Unser Aufenthalt in Vancouver und zugleich unsere sechste Reisewoche endete damit, dass wir den im Voraus für 3 Wochen gebuchten Mietwagen übernahmen und mit diesem die Stadt Vancouver in nördlicher Richtung verliessen. Wir setzten mit der Fähre über den Howe Sound und fuhren entlang der Sunshine Coast (leider ohne Sonnenschein) bis nach Egmont. In diesem recht einsamen und abgelegenen Ort hatten wir zwei Übernachtungen in der durchaus luxuriösen West Coast Wilderness Lodge gebucht.

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Der Luxus bestand vor allem in einer phänomenalen Aussicht (siehe Fotos) sowie in einem herausragenden Speisenangebot. Ein weiteres Highlight war die Wanderung zu den Skookumchuck Narrows , die nicht lang aber doch ziemlich anstrengend war, und auf der wir uns zum ersten Mal einen Begriff davon machen konnten, was unter einem Regenwald zu verstehen ist: Die von Moos überwucherten Stämme und Äste sowie das vermoderte und von neuen Bäumen überwachsene Altholz erzeugen eine Stimmung, die ganz anders ist als in einem deutschen Wald!

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Anmerkung: Dies ist die Kurzfassung des Beitrags; ich habe vor, sie demnächst noch durch weitere Details und Fotos zu ergänzen.

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26. September 2013
von Christa Zencke
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Was blockiert den Blog?

Ihr habt es alle schon gemerkt: irgendwas blockiert den Blog.
Seit wir überwiegend auf Campingplätzen übernachten, ist die Internetsituation bescheiden bis katastrophal. Das heißt, das Hochladen unserer längeren, mit Tipps und Links versehenen Artikel ist nur sehr schlecht möglich und einige Male auch schon so gescheitert, das die zuvor investierte Zeit umsonst war.
Deshalb werden wir jetzt die noch fehlenden Stationen unserer Zeit im Westen nur sehr kurz posten und nach und nach die Artikel auffüllen. Das gibt uns auch die Möglichkeit, noch etwas mehr als nur den halben Tag Urlaub zu machen.

NOCH EIN HINWEIS: DAS KOMMENTIEREN EINES BEITRAGS IST NUR MÖGLICH, WENN DER EINTRAG MIT EINEM KLICK AUF DIE ÜBERSCHRIFT GEÖFFNET WIRD. UND UNSER ZÄHLER FUNKTIONIERT AUCH NUR MIT DIESER AKTION.

Ach ja, und über Kommentare oder Grüße aus der Heimat freuen wir uns immer wie die Schneekönige.

Und jetzt bekommt Ihr noch 2 Biilder aus Kanadas Hauptstadt Ottawa, da waren wir nämlich heute.

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23. September 2013
von Christa Zencke
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Aktuell: Jetzt beginnt das Survival

Montag, 23. September: Deutschland nach der Wahl und wir wieder zurück in Ontario.
Am vergangenen Freitag haben wir unseren RV = Recreational vehicle in der Nähe von Toronto übernommen.

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Die Tage werden merklich kürzer, die Netzsituation auf den Campingplätzen ist suboptimal und heute nacht waren die Temperaturen knapp über Null.
Das hilft wenigstens dem Laub, schnell bunt zu werden.

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Wir hielten auch den Wahlabend durch bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis um 2:45 deutscher Zeit. Er begann ja bei uns bereits um 12 Uhr mittags.
Ja, der Rest ist dann Survival …. wir melden uns, wenn das Netz gnädig ist!

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23. September 2013
von Martin Zencke
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Exkurs: Skurrile Plakate und andere kuriose Impressionen aus Vancouver

Bei unseren Erkundungsgängen in Vancouver fielen mir etliche sehr originelle, zum Teil sogar ausgesprochen skurrile Veranstaltungs-Plakate auf, von denen ich einige abfotografiert habe. Ich gebe sie hier einfach in der Reihenfolge wieder, wie sie mir vor Augen gerieten.
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Einige der beworbenen Veranstaltungen waren Auftritte von nicht ganz unbekannten Künstlern bzw. Bands. Offen gesagt: Ich kannte zuvor keine dieser Bands, konnte aber einige mit Hilfe von Google im Netz wiederfinden und habe mir vorgenommen, mich nach der Reise noch etwas näher damit zu beschäftigen, was für eine Art von Musik die machen:
Redd Kross
The Legendary Pink Dots
Deerhunter
Moondoggies

Ach ja, und was mir sonst noch unterkam: Ein Sinnspruch …
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und ein sonderbares Straßenbau-Fahrzeug, nämlich ein knallbunter Zementmischer, der sich auf die Hinterbeine stellen kann – nein, das ist wohl doch nicht ganz zutreffend, obwohl es so aussieht; richtig ist aber wohl, dass er den Zementbehälter nach hinten abklappen kann, vermutlich um den Restinhalt besser auszunutzen.
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Später konnte ich feststellen, dass diese Art von Fahrzeug hierzulande nicht ganz selten vorkommt, aber kein anderes war so schön bunt wie das obige.

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20. September 2013
von Christa Zencke
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Vancouver in Wolken

Die Stadt, die laut Reiseführer mit Barcelona oder Sydney als eine der schönsten Städte der Welt gilt, zeigte sich überwiegend verhüllt.
Das konnte morgens der Nebel sein, der die nördlichen Berge unsichtbar machte, das konnte mal ein kleiner Schauer oder ein paar Tropfen zwischendurch sein – also das, was man so schön unbeständig oder durchwachsen nennt.
Wir kamen Montagabend, den 26. August an und hatten den Dienstag und den Mittwoch Zeit, die Stadt ein wenig kennenzulernen.
Verbunden damit war wiederum ein Ausflug in eine Wäscherei, diesmal entschieden wir uns für die 4-Minuten-Variante, zwei Minuten zum Abgeben und zwei zum Abholen. Der freundliche Chinese, der den Rest dazwischen für uns erledigte, sprach sogar recht gut deutsch.

Am ersten Tag erforschten wir die Gegend rund um die Robson Street,

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danach den Library Square
mit der in den neunziger Jahren erbauten Public Library

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und die Harbourside.

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Das Stadtbild ähnelt demjenigen Torontos.
Hochhäuser mit Glas und Pracht, dazwischen historische Gebäude, oft sind dies Kirchen,

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aber auch Jugendstil- und klassizistische Fassaden haben wir entdeckt.

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Dazwischen immer wieder entkernte ältere Hochhäuser, die in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.
Eine Besonderheit sind winzige Gässchen, in denen elektrische Leitungen verlegt sind, es sieht für deutsche Augen abenteuerlich aus.

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Am zweiten Tag entschieden wir uns aufgrund des bereits erwähnten Wetters gegen eine Fahrradtour in den Stanleypark und schauten uns den alten Stadtteil ‚Gastown‘ an.

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Dort ist die Hauptattraktion eine dampfgetriebene Uhr, die jede Viertelstunde den Westminster-Glockenschlag mit verschieden gestimmten Pfeifen – und viel Dampf natürlich – ertönen lässt. Als Premiere im Blog solltet ihr eigentlich ein kleines Video der Steamclock hier finden, technische Probleme haben es nicht erlaubt, es direkt
einzubauen, doch hier folgt der Link auf einen Server … hoffentlich …

Steamclock-Video

Auch sonst hat der Stadtteil viel Charme, viele Häuser sind niedrig, z.T. phantasie- und liebevoll restauriert, es gibt nette Läden und Restaurants.

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Der Weg in die Wäscherei führte uns jedoch auch durch ein Wohngebiet mit trostlosen Wohnblocks, mit viel sichtbarer Armut bei den Passanten und nirgends sonst sind uns im Stadtbild soviel Obdachlose und Strassenkinder aufgefallen.

Die Zeitverzögerung unseres Blogs ließ mich diesen Beitrag während unseres zweiten Aufenthaltes in Vancouver schreiben. Ich war ja beim ersten Aufenthalt etwas enttäuscht, doch diesmal hat mich der nachgeholte Ausflug in den Stanleypark etwas mit der Stadt versöhnt – sie ist doch sehr schön. Ob der Ausflug mit Rad und wie das Wetter war, mehr beim entsprechenden Blog-Eintrag, falls wir dann nicht sowieso schon wieder zuhause sind.

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16. September 2013
von Christa Zencke
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ROCKY MOUNTAINEER – Felsen, Tunnels, Flüsse und ein Busballett in Kamloops

Nach dem Abschied am Bahnhof von Banff wurden wir in unserem Wagen zu unseren Plätzen geführt und das Team, das uns die nächsten 2 Tage bis Vancouver begleiten würde, stellte sich vor. Als Begrüßung gab es erstmal Sekt bzw. Sekt mit O-Saft.

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Blitzschnell wurde uns dann ein Frühstück serviert, wobei sehr stilvoll als erstes für jeden ein heisses feuchtes Frotteetüchlein mit Silberzange gereicht wurde, damit nicht alle zum Händewaschen mussten.
Überhaupt, die Mahlzeiten! Auf jeden Fall besser als im Canadian. Sie wurden am Platz serviert, es gab ja keinen Speisewagen, doch es blieben keine Wünsche offen.
Die Tabletts waren z. B. immer mit einer weißen Leinen-Serviette verkleidet.

Frühstück 1.Teil:

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Lunch:

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Das mußte jetzt mal sein.

(Und Grüße an Marion und Klaus von GOURMET MARIE in Bensheim, Ihr bleibt im Vergleich mit ganz Kanada kulinarisch Spitze!)

Ja, liebe Manager der Deutschen Bahn, macht mal eine Dienstreise mit dem RM,
euer Service ist noch ausbaufähig!!

Doch die Mitarbeiter waren nicht nur exzellente Kellner, zwischendurch fungierten sie als Reiseleiter, Nationalpark-Scouts und manchmal auch als Stand-up-Comedians.
Die Stellen, wo eine Baumlücke ein schnelles Foto auf ein besonders attraktives Motiv ermöglichte, wurden in Sekunden angezählt, wir wurden auf Adlerhorste hingewiesen – und vor allem, das Reisetempo war durchaus gemächlich.

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Die Fahrt am ersten Tag ging vorerst noch durch die Rockies. Es gab eine interessante Stelle mit den sogenannten Spiral Tunnels, die durch zwei sich gegenüber liegende Berge führten. Kurz vor dem Eintritt in den Upper Tunnel konnten wir einen vorrausfahrenden Güterzug am Ausgang des Lower Tunnels sehen.

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Innerhalb der Berge folgt dann eine Hochebene mit der Stadt Golden. Viele kleine Siedlungen, aber auch Stellen, die für den Bau der Canadian Pacific Bahn eine Rolle spielten, lagen an unserem Weg, aber reguläre Halte gab es nirgends.

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Hier z. B. wurde 1885 beim Bau der Eisenbahn der letzte Nagel eingeschlagen, Craigellachie heißt der Ort. Wer sich für die Geschichte des Baues interessiert, wird unter CPR fündig.

Das Wetter an diesem ersten Tag war durchwachsen, wir hatten auch mal einen kurzen Schauer.

Gegen 20 Uhr erreichten wir unser Etappenziel Kamloops. Dies war zwar um einiges später als geplant, dafür war der Gepäckservice bis ins Hotelzimmer und der Bustransfer aber wieder bestens organisiert.
Wir suchten uns noch ein Restaurant und bemühten uns tapfer, die fast 20 Grad Temperaturunterschied zum Morgen in den Bergen auszuhalten.
Von Kamloops haben wir auch nicht viel gesehen. Bemerkenswert ist aber, dass zur Zeit dort 134 Bäume stehen, die während einer Kunstaktion namens YARN BOMBING bestrickt oder behäkelt wurden. Einige davon haben wir im Dunkeln fotografiert.

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Nach einer eher kürzeren Nacht – um 7.20 war Abfahrt der Busse an den Hotels, auch wieder ohne Frühstück, denn das gab es ja im Zug – begann der Tag im strömendem Regen.

Dies führte zu einer Situation, die zwar wieder eine größere Zeitverzögerung bei der Abfahrt mit sich brachte, uns aber ungemein erheiterte und so in Deutschland absolut unvorstellbar wäre.
Da der Zug ca. 300 Passagiere hatte, die auf verschiedene Hotels verteilt worden waren, gab es ca 10 bis 12 Busse, die nach und nach auf dem Bahnhofsvorplatz vorfuhren. Nachdem alle da waren, gaben sich die Fahrer per Funk untereinander Kommandos, rangierten hin und her, um dann wie choreographiert vor die jeweiligen Zugwaggons zu fahren.

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Damit nicht genug, die jeweiligen Wagenstewards kamen mit riesigen Schirmen, und brachten jeden einzeln von der Bustür bis zur Zugtür.
Dieses Busballett war die Verspätung wert.

Die Umgebung von Kamloops war immer noch gebirgig, wirkte aber sehr karg.

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So fuhren wir dann eine Zeitlang durch diese Felsenlandschaft, später dann durch den Canyon des Thompson River und nach dessen Zusammenfluss mit dem Fraser River durch den Fraser Canyon, bis sich am Nachmittag die Szenerie im Okanagan Valley weitete.

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Die wenigen Smartphone-Fotos, die ich von den ca. 300 nur an diesem Tag aufgenommenen ausgewählt habe, geben nur einen Bruchteil der Landschaft wieder, es war wirklich ein Feuerwerk von Eindrücken.

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Wie schwierig es manchmal war, die Fotos zu machen, zeigen die etwas missglückten vom ‚Hell’s Gate‘ im Fraser Canyon. Hier ist der beste Blick auf die Engstelle aus der darüber installierten Seilbahn zu sehen, ich habe mit Mühe und Not eine Gondel und die Fußgängerbrücke erwischt.

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Doch irgendwann geht die schönste Zugfahrt zuende und kurz nach 17 Uhr fuhren wir pünktlich – niemand hatte damit gerechnet – in den Bahnhof von Vancouver ein.
Auch hier wieder großes Personalaufgebot, schnelle Gepäckabfertigung und ein Shuttlebus zu den einzelnen Hotels.

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Der Abschluss unseres Tages war ein Dinner im Hotel und ein kurzer Spaziergang an der Waterfront mit schönem Abendlicht.

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13. September 2013
von Martin Zencke
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Farewell to the Rocky Mountains and to our well experienced guides

August 25, day 38 in our 6th week – the day on which we had to part began very early in the morning, and it was a morning that began without breakfast for the four of us: Jackie and Peter had offered us to take us to the railway station in their car. We woke up from the alarm ringing at 5:45; shortly before 7 we loaded our luggage into the car, and at 7:10 we arrived at the historic station of Banff. We were among the first travelers to arrive there.

Changing our Jonview vouchers (just printed on small stripes of paper) into regular tickets was done pretty soon – luckily they had two counters there working in parallel -, and also the check-in of our luggage was completed after just a few minutes.

It was quite cold on this morning, and so the complimentary hot tea and coffee that was served was highly appreciated by us and by the other passengers.

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Handsome as he was, dressed in a very dashing and decorative uniform, a Mounty was standing on the platform and patiently talking and posturing with hundreds of passengers one after another.

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We couldn’t find out if he had any other task or duty, but the picture with Jackie, Peter and ourselves came out pretty well, didn’t it?

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Back to topic: Everyone was there, but only the train wasn’t. So it became a long lasting good-bye with lots of tea and coffee as a replacement for a real breakfast. The train was supposed to depart at 8:10, but it was about 8:55 when we caught the first glimpse of the train’s front lights.

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I wrote „the train“, but of course it was not just an ordinary train but a very special train: the Rocky Mountaineer. As you will see later on, there are good reasons to call it a luxury train.

We kept on taking pictures until the train halted at the platform. (Stupid thing, isn’t it? But at that very moment we simply had to do that! )

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That was at about 9:00. To be honest, we didn’t have time to check what time it was, but the timestamps of the pictures we took do prove what I’m telling.

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Well, and then the time had come to say a last „Good bye“ and „Auf Wiedersehen“ and „Thank you so much for everything“. So, let me say once again at this place: A BIG, BIG THANK YOU to both of you, Jackie and Peter, for all the planning and preparing, for showing us so many breath-taking and beautiful places, and of course for driving us safely over several hundreds of kilometers! It was a great pleasure to do this trip together with you!!

Alright: To round up the story I should mention that at about 9:05 we had taken our seats in the train, and a few minutes later the train was set into motion by the two Diesel-driven locomotives, heading to Kamloops and Vancouver.

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And it should last until about 10:00 that an excellent breakfast was served.
You can certainly imagine that we were pretty hungry at that time!

What else we experienced on that train will be reported in the next blog post …

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